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vonVisp

Ritteradliges Geschlecht von Visp (lateinisch de Vespia), dessen Sitz die Hübschburg auf dem Schönbüel ob Visp gewesen sein soll. Die Familie spielte im 13. Jahrhundert in Visp eine bedeutende politische Rolle. Einzelne Mitglieder im Dienst des Bischofs von Sitten werden in den Urkunden auch als Herren oder Grafen bezeichnet. Ritter Walter, ein Sohn des Ritters Wilhelm, amtierte 1218-1248 als bischöflicher Meier in Visp. 1219/1220 beteiligte er sich mit seinem Bruder Johannes am Friedensvertrag mit Bischof Landrich von Mont und den Freiherren von Turn. Peter, Sohn des Junkers Anton und ein Enkel Walters, ist 1287-1316 als Domherr von Sitten bezeugt. Die Konverse Agnes, die 1337 als Einsiedlerin nahe der Martinskirche von Visp hauste, war eine der Letzten des um die Mitte des 14. Jahrhunderts erloschenen Geschlechts. Das Wappen der Familie, zwei gegeneinander aufsteigende Löwen, lebt im Wappen von Stadt und Bezirk Visp weiter.

Quellen und Literatur

  • Walliser Wappenbuch, 1946, 284
  • A. Donnet, L. Blondel, Châteaux du Valais, 21982, 241

Zitiervorschlag

Bernard Truffer: "Visp, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 06.08.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019792/2013-08-06/, konsultiert am 22.07.2024.