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WilhelmHanauer

13.2.1854 Baden, 27.5.1930 Luzern, katholisch, von Baden. Sohn des Franz Anton und der Franziska Juliana geborene Diebold. Josefine Schwarz, geb. Jauch. Gymnasium in Einsiedeln und Aarau. Studium der Architektur am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich und 1876-1878 an der Technischen Hochschule in Stuttgart, wo er mit August Hardegger zusammentraf. Mit diesem eröffnete Wilhelm Hanauer um 1880 ein Architekturbüro in St. Gallen. Nach 1888 übersiedelte er nach Luzern. Hanauer war vor allem im Bereich des katholischen Kirchenbaus tätig. Neugotik, Neuromanik und Neubarock treten in seinen Bauten gleichwertig nebeneinander. Mit der katholischen Pfarrkirche von Ennetbürgen (1892-1894) schuf er sein bedeutendstes Werk der Neugotik, mit der Pfarrkirche Reussbühl (Littau, 1899-1901) das der Neuromanik. 1914-1917 verlängerte er die Kirche von Hitzkirch unter Hinzufügung einer monumentalen neubarocken Portalfront mit Treppenanlage. Wie Hardegger beschäftigte sich Hanauer intensiv mit der Erforschung älterer Bauten. Seine Restaurierungen (u.a. Stiftskirche Beromünster, Hofkirche Luzern) beweisen einen hohen Grad historisch-denkmalpflegerischer Einfühlung.

Quellen und Literatur

  • Architektenlex., 251
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Lebensdaten ∗︎ 13.2.1854 ✝︎ 27.5.1930

Zitiervorschlag

André Meyer: "Hanauer, Wilhelm", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.05.2023. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019860/2023-05-25/, konsultiert am 29.02.2024.