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AndréMerian

23.3.1794 Basel, 3.6.1880 Neuenburg, reformiert, von Basel. Sohn des Johannes, Richters am Basler Gericht, und der Dorothée Gengenbach. 1820 Suzanne-Julie Rothpletz. Landwirtschaftliche und militärische Ausbildung, 1817-1820 Ingenieurstudium in Karlsruhe und München. 1820-1831 versah André Merian das Amt eines Strassen- und Wasserbauinspektors in Basel, dann verliess er die Stadt aus politischen Gründen. Danach arbeitete er teils festangestellt in Glarus und Zürich (1836-1839) sowie freiberuflich und als Gutachter in der Deutschschweiz. Seine Spezialgebiete waren die Korrektion von Wasserläufen, Strassensanierungen, die Einrichtung der ersten Eisenbahnstrecken und die Stadtplanung. Merian gehörte zu den Initianten der Juragewässerkorrektion. 1848 wurde er zum Kantonsingenieur von Neuenburg ernannt, trat jedoch 1853 wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Staatsrat von diesem Posten zurück. In der Folge führte er noch einige Aufträge und Projekte im Bereich der Hydraulik und des Städtebaus aus, so 1853 in den Städten Biel und Murten, 1853-1855 in Solothurn sowie 1874 in Le Locle.

Quellen und Literatur

  • StABS, Nachlass
  • Kdm FR 5, 2000
  • A. Hauser, Das kant. Bauamt 1798-1895, 2001
  • INSA 11, 2004, 183, (z.T. fehlerhaft)
Weblinks
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 23.3.1794 ✝︎ 3.6.1880

Zitiervorschlag

Claire Piguet: "Merian, André", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.11.2008, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019886/2008-11-04/, konsultiert am 29.02.2024.