de fr it

HeinrichPestalozzi

Porträt von Heinrich Pestalozzi. Lithografie von Karl Friedrich Irminger, gedruckt bei Ruff und Hofer (24,4 x 20,4 cm), um 1857 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv; e-rara, DOI: 10.3931/e-rara-48778).
Porträt von Heinrich Pestalozzi. Lithografie von Karl Friedrich Irminger, gedruckt bei Ruff und Hofer (24,4 x 20,4 cm), um 1857 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv; e-rara, DOI: 10.3931/e-rara-48778).

25.9.1790 Zürich, 9.8.1857 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Hans Jakob Pestalozzi und der Anna Cleophea Lochmann. Enkel des Hans Conrad Lochmann. Ledig. Nach dem Besuch der Kunstschule in Zürich machte Heinrich Pestalozzi eine Lehre beim Ingenieur Johannes Feer und bildete sich in Kartografie beim eidgenössischen Generalquartiermeister Hans Conrad Finsler sowie in Wasserbau bei Hans Conrad Escher von der Linth weiter. Ab 1823 sass Pestalozzi im Zürcher Grossen Rat und amtierte als Inspektor der Zürcher Stadtbefestigungen. 1832-1857 wirkte er als kantonaler Strassen- und Wasserbauinspektor sowie 1853-1857 als Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nordostbahn. Pestalozzi erarbeitete Expertisen zur Juragewässer- und Reusskorrektion, verfasste zahlreiche hydrografische Arbeiten und präsidierte ab 1839 die topografische Kommission für die Erstellung einer topografischen Karte des Kantons Zürich (sogenannte Wild-Karte). Er war Mitglied der Mathematisch-Militärischen Gesellschaft von Zürich und 1837 Gründungspräsident der Gesellschaft Schweizerischer Ingenieure und Architekten. Er wurde mit der Goldenen Verdienstmedaille der Stadt Zürich ausgezeichnet. Im Militär war er Genieoberst.

Südorientierter Projektplan für den Bau einer neuen Kantonsstrasse durch den Bezirkshauptort Andelfingen, angefertigt von Heinrich Pestalozzi, um 1840 (Staatsarchiv Zürich, Plan S 175).
Südorientierter Projektplan für den Bau einer neuen Kantonsstrasse durch den Bezirkshauptort Andelfingen, angefertigt von Heinrich Pestalozzi, um 1840 (Staatsarchiv Zürich, Plan S 175). […]

Quellen und Literatur

  • Pestalozzi-Keyser, Hans: Geschichte der Familie Pestalozzi, 1958.
  • Speich, Daniel: Herren über wildes Wasser. Die Linthingenieure als Bundesexperten im 19. Jahrhundert, 2006, S. 45-50 (Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, 82).
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF

Zitiervorschlag

Schertenleib, Urban: "Pestalozzi, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.09.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019908/2020-09-16/, konsultiert am 27.11.2020.