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Heinrich Viktor vonSegesser

17.8.1843 Luzern, 28.11.1900 Cham, kath., von Luzern. Sohn des Heinrich, Direktors, und der Johanna geb. Sury. Margaretha Crivelli, Malerin, Tochter des Friedrich. Schulen in Luzern und Freiburg, 1862-71 Studien der Architektur und Kunstgeschichte in München, Praktika in München, Besançon, Nancy und Paris. 1871-80 eigenes Architekturbüro in Luzern. S. baute die Hotels Gotthard (1869-70) und Europe (1873-74), die neurom. Crivelli-Privatkapelle in Luzern (1876), die neugot. Schlosskapelle Meggenhorn bei Meggen (1886-89) und die bemerkenswerte, sich an frühchristl. und rom. Vorbilder anlehnende Dreifaltigkeitskirche in Bern (1896-98). Er leitete versch. frühe Restaurierungen, z.B. der Schlachtkapelle Sempach (1886) und der Tellskapelle bei Küssnacht (SZ, 1898). 1893 vollendete er die Doppelturmfassade der Luzerner Jesuitenkirche. S. war einer der bedeutendsten Architekten des Historismus in der Schweiz. 1883-95 als Konservativer Mitglied des Ortsbürgerrats und Korporationspräs. in Luzern. 1879-88 Kommandant des Infanterieregiments 14, 1888-92 der Infanteriebrigade 7 und als Divisionär 1892-99 der Gotthard-Division. Ritter der Ehrenlegion.

Quellen und Literatur

  • ASMZ, 1900, Nr. 8, 63; Nr. 49, 411; Nr. 51, 426 f.
  • M. Schnyder, Heinrich Viktor von S. (Architekt und Oberst), gestorben am 28. Nov. 1900, 1901
  • E. Wetter, E. von Orelli, Wer ist wer im Militär?, 1986, 144
  • Architektenlex., 490
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Variante(n)
Heinrich Viktor von Segesser von Brunegg
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 17.8.1843 ✝︎ 28.11.1900