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ConradZschokke

14.4.1842 Aarau, 17.12.1918 Aarau, reformiert, von Malans. Sohn des Alexander, Zeichners und Kupferstechers, und der Marie Joseph geborene Voitel. Cousin von Erwin (->), Friedrich (->) und Richard (->), Neffe von Alfred (->), Emil (->), Peter Olivier (->) und Theodor (->). 1) 1867 Eugénie Faure, 2) 1909 Jeanne Antoinette Disqué. 1859-1862 Studium des Bauingenieurwesens am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. 1862 Eintritt in die von seinem Onkel Peter Olivier geleitete Filiale der Firma Locher & Co. in Aarau, ab 1864 Angestellter, ab 1872 Geschäftspartner der Ingenieure Antoine Castor und Hildevert Hersent in Paris, danach Gründung mehrerer Unternehmen in Frankreich und Italien. Ab 1891 Lehrbeauftragter, 1893-1897 ordentlicher Professor am Eidgenössischen Polytechnikum, bis 1900 ehrenamtlich. 1892-1906 freisinniger aargauischer Grossrat (1896-1897 Präsident), 1897-1917 Nationalrat (1902-1903 Präsident). 1900 gründete Zschokke die Metallbauwerke Conrad Zschokke in Döttingen, dann – nach seiner definitiven Rückkehr nach Aarau 1909 – die Conrad Zschokke AG, die er bis zu seinem Tod leitete. Auf ihn gehen bedeutende Wasserkraftwerke zurück, bei denen er die Technik der Druckluftgründung anwandte. Zudem baute er in ganz Europa und Nordafrika Brücken, Strassen und Tunnel sowie Metallkonstruktionen. Zschokke verfasste auch zahlreiche theoretische Werke über die Baukunst. 1901 Dr. h.c. der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich und 1915 der ETH.

Quellen und Literatur

  • ETH-BIB, Nachlass
  • C. Courtiau et al., Zschokke, 2006 (mit Bibl.)
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Zitiervorschlag

Catherine Courtiau: "Zschokke, Conrad", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.01.2015, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019957/2015-01-25/, konsultiert am 02.03.2024.