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Eugène EmmanuelViollet-le-Duc

27.1.1814 Paris, 17.9.1879 Lausanne. Sohn des Emmanuel, Konservators der königl. Residenzen. 1834 Elisabeth Tempier. Der Zeichner und autodidakt. Architekt V. nimmt in der franz. Architektur eine wichtige Stellung ein. In seinem achtbändigen Werk "Dictionnaire raisonné de l'architecture française du XIe au XVIe siècle" (1854-68) legte er eine Synthese seiner Arbeiten vor. Es war zugleich Bilanz seiner ausserordentl. Tätigkeit als Architekt und Denkmalpfleger als auch Basis seines theoret. Werks "Les entretiens sur l'architecture" (1863), das als Grundlagenwerk der modernen Architektur gilt. Wenn seine Projekte und Baustellen es verlangten, lebte V. in der Schweiz. 1872-79 leitete er die Renovation der Kathedrale Lausanne. Er versuchte, der Kathedrale einen einheitlich got. Stil wie in der Ile-de-France zu verleihen. V. baute die Turmlaterne, indem er das gemauerte Achteck auf den Gewölbezwickeln durch eine Turmspitze ersetzte. Der Turm mit Dachgebälk war von vier kleinen Ecktürmchen umgeben, das Mauerwerk mit Trompe-l'Œuil-Effekt evozierte das Achteck. In Genf entwarf er für die Kathedrale ein Projekt zur Restaurierung der Kapelle Les Macchabées (1874-78), ausserdem projektierte er ein Grabmal für den Hzg. von Braunschweig, das jedoch nicht realisiert wurde. Als die Bauarbeiten in Lausanne erfolgten, widmete sich V. gleichzeitig seinem Lebenswerk, der Darstellung des Mont-Blanc-Massivs, das er als "europ. Monument" bezeichnete. Er erstellte eine vollständige topograf. Karte, indem er Geländeansichten zu einer Serie von Panoramen synthetisierte. Davon ausgehend veröffentlichte er 1876 "Le massif du Mont Blanc", sein intellektuelles Vermächtnis. Ein imaginiertes Bergpanorama schmückte die Wände seines Ateliers in seinem 1876 erbauten Haus in Lausanne, wo er seine letzten Überlegungen niederschrieb.

Quellen und Literatur

  • V., Ausstellungskat. Lausanne, 1979
  • J. Grubel, «V. et l'architecture rurale», in UKdm 30, 1979, 396-410
  • E. V. et le massif du Mont-Blanc, 1868-1879, hg. von P.A. Frey, 1988
  • Eugène Emmanuel V., 2010
  • G. Chemolli, V., architetto, 2011
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