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vonNeuenstein

Vom 12. bis 16. Jh. bezeugtes Basler Rittergeschlecht, das sich im 12. und 13. Jh. "am Kornmarkt" nannte. Erster bekannter Vertreter ist der Archidiakon Dieter (erw. 1148-89). Der Ritter Rudolf (erw. 1226-64) wurde 1260 Bürgermeister von Basel. Die Fam. gehörte um 1265 der Adelspartei der Sterner an. Vertreter des Geschlechts nannten sich nach der Burg N. (Gem. Wahlen), welche die Fam. ab Ende des 13. Jh. besass, so Johann (erw. 1309-43), bischöfl. Meier in Biel, und Konrad, der um 1315 vom Bischof mit der Burg N. und dem Dinghof Breitenbach belehnt wurde. Die Burg erlitt durch das Erdbeben von 1356 Schäden, sie wurde aber wiederhergestellt. Die Fam. war im 14. Jh. auch im Oberelsass und Jura begütert. Rudolf (erw. 1400-56) trat 1406 ins Burgrecht mit Solothurn, 1410 bemächtigte er sich der Burg Blauenstein (Gem. Kleinlützel). Die von N. waren wiederholt in Fehden verwickelt, so 1411 mit Basel und 1438 mit Basel und Solothurn. 1411 zerstörten die Basler die Burgen N. und Blauenstein. Erstere wurde um 1430 wieder aufgebaut und 1453 an die Herren von Bärenfels abgetreten. Veltin (erw. 1453-91) kämpfte im Dienst Basels in den Burgunderkriegen, 1483 wurde er Bürger von Solothurn. Die letzten N. (so Henmann, erw. 1488-1557) waren ab 1488 Inhaber eines Sesslehens in Liestal. Ende des 16. Jh. starb die Fam., die mit den von Blauenstein, von Frick und von Pfirt verschwägert war, im Mannesstamm aus.

Quellen und Literatur

  • A. Daucourt, «Notice sur le château de N.», in Actes SJE, 1899, 67-88
  • W. Merz, Die Burgen des Sisgaus 1, 1909 (Stammtaf. 2); 2, 1910
  • W. Meyer, Burgen von A bis Z, 1981, 161, 194 f.