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Rot

Ratsfamilie (Achtburger und später Ritter) der Stadt Basel des 13.-16. Jh., die erstmals 1237 mit Werner (bis 1280 erw.), 1258 und 1274 Ratsherr, und Burkardus Rufus (bis 1250 erw.) bezeugt ist. Die rats- und lehensfähige Fam. schloss Heiratsallianzen mit Basler Bürger- und Adelsfamilien wie den von Efringen, von Eptingen, von Mörsberg, von Rotberg, Reich von Reichenstein, von Rümlang oder von Schönenberg. Die R. stellten dreimal den Oberstzunftmeister, so 1365 mit Hartmann (1360-1413 erw., ab 1361 Ratsherr), 1366 mit Henmann (vor 1369) und 1420 sowie 1422 mit Götzmann (1386-1428 belegt), und dreimal den Bürgermeister. Erster prominenter Vertreter war der obgenannte Hartmann, der 1374 im Konflikt zwischen Basel und dem Bf. Johann von Vienne der erste nicht aus der Ritterschaft gewählter Bürgermeister war. Infolge der Auseinandersetzung zwischen Basel und Österreich (sog. Böse Fasnacht) kam er 1377 unter die Reichsacht, danach ist er in Strassburg belegt (1389 Ritter). Auch Hans (->) brachte es zum Bürgermeister, ebenso sein Sohn Peter (->). Hans und Peter unternahmen 1440 bzw. 1453 Pilgerreisen nach Jerusalem, wo sie den Ritterschlag erhielten. Mit Christoph (vor 1532) erlosch die Fam. in der männl. Linie. Bevorzugte Begräbnisstätte der Fam. war das Barfüsserkloster in Basel.

Quellen und Literatur

  • W. Merz, Die Burgen des Sisgaus 1, 1909, 166 f., Stammtaf. 11
  • B. von Roda, Der Peter-R.-Altar, 1986