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Waldner von Freundstein

Porträt des Grafen Christian Friedrich Dagobert Waldner von Freundstein, Generalleutnant der Armeen des Königs von Frankreich, Oberst eines Schweizer Regiments. Aquarellierter Stich von Jean-Baptiste Delafosse nach einer 1765 von Louis de Carmontelle geschaffenen Zeichnung (Musée historique de Mulhouse; Fotografie Christian Kempf, Colmar).
Porträt des Grafen Christian Friedrich Dagobert Waldner von Freundstein, Generalleutnant der Armeen des Königs von Frankreich, Oberst eines Schweizer Regiments. Aquarellierter Stich von Jean-Baptiste Delafosse nach einer 1765 von Louis de Carmontelle geschaffenen Zeichnung (Musée historique de Mulhouse; Fotografie Christian Kempf, Colmar).

Elsäss. Niederadelsgeschlecht im Dienst der Abtei Murbach mit Zweigen in Gebweiler, Sulz und Thann. 1235 wird Krafft von Gebweiler, genannt Waldner, erstmals erwähnt. Die Fam. besass ab 1280 die Burg Freundstein und brachte im 13. und 14. Jh. mehrere Ritter hervor. Ab dem 14. Jh. dienten sie u.a. den Hochstiften Strassburg und Basel, dem Haus Habsburg-Österreich und den Hzg. von Württemberg. Angehörige der W. waren 1450 Bürger in Basel und 1547 in Aarau. Im 16. Jh. wurde die Fam. reformiert und gab sich um etwa diesselbe Zeit den Zunamen von Freundstein. Begütert war sie in Basel und Umgebung, in Mülhausen sowie in Aarau. Heiratsverbindungen bestanden mit Geschlechtern der eidg. Elite wie den von Hallwyl, von Mülinen und von Bärenfels. Mitglieder der Fam. waren im Domkapitel von Basel vertreten. Im 18. Jh. leisteten einige W. Kriegsdienste in eidg. Regimentern in Frankreich, z.B. Franz Ludwig (1710-88), dessen Schrift "Ueber die schweiz. Hülfs-Völker" 1789 postum erschien, und sein Bruder Christian Friedrich Dagobert (1712-83), der 1748 in Frankreich in den Grafenstand erhoben wurde.

Quellen und Literatur

  • Archives Départementales du Haut-Rhin, Colmar, FamA
  • Nouveau dictionnaire de biographie alsacienne 39, 2002, 4068-4071
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