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Mel

Bedeutendes Churer Bürgergeschlecht des 13. und 14. Jh. Die Fam. nannte sich nach ihrem Steinhaus am Oberen Markt auch von Thurn. Heinrich I. (1254) war als Domherr Anhänger der stauf. Partei im Churer Domkapitel. Heinrich II. (1275) wurde 1266 Magister und Domscholaster, 1267 studierte er Recht in Bologna. 1292-1319 amtierte Simon (1321) als bischöfl. Vitztum zu Chur, 1321-23 hatte sein gleichnamiger Sohn Simon (1326) dieses Amt inne, 1323-28 Bartholomäus. Simon (1326) bekleidete zudem 1317-26 das Amt eines Stadtammanns (minister). Ab Mitte der 1320er Jahre erfolgte der wirtschaftl. und polit. Niedergang der M. Einige Mitglieder der Fam. wurden im 14. Jh. Bürger zu Feldkirch. Seit dem 15. Jh. tritt eine Fam. Mehli im Sarganserland auf.

Quellen und Literatur

  • O.P. Clavadetscher, Die geistl. Richter des Bistums Chur, 1964, 95 f.
  • U. Brunold, «Die Churer Dompropstwahl nach einem unbekannten Protokoll von 1237/38», in Gesch. und Kultur Churrätiens, hg. von U. Brunold, L. Deplazes, 1986, 331-348

Zitiervorschlag

Leonhard Muraro, Jürg: "Mel", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.01.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020143/2008-01-22/, konsultiert am 28.11.2020.