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vonPhiesel

Bündner Rittergeschlecht des 13. bis 15. Jh., benannt nach dem Weiler Peisel (Gem. Disentis/Mustér), wo die P. eine Burg oder einen Hof bewohnten. Die durch die Brüder Berthold, Gottfried und Rudolf 1237 erstmals bezeugten P. standen als Ministerialen oder freie Lehensleute in enger Beziehung zum Kloster Disentis. Gottfried befehdete allerdings 1278 die Abtei gemeinsam mit Walter von Vaz, den Brüdern von Grünenfels und den Herren von Pontaningen. Gottfried (ab 1335 erw.) wirkte 1347, 1349 und 1359 als Ammann von Chur. 1347 bürgte er für Bf. Ulrich Ribi gegen Markgf. Ludwig von Brandenburg. Ein anderer Gottfried war 1371 Vogt der Cadi, vielleicht als Untervogt der Gf. von Werdenberg oder bereits als Vertreter der Talgemeinde. Das Geschlecht ist letztmals mit Janal Gottfried bezeugt, der 1438 Beisitzer im Schiedsgericht des Abts von Disentis war.

Quellen und Literatur

  • O.P. Clavadetscher, W. Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 346
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von Peisel