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vonHottingen

Zürcher Rittergeschlecht, das in der Mitte des 12. Jh. mit Arnolfus und Notker im Gefolge der Gf. von Lenzburg erstmals erwähnt wird. Ab Mitte des 13. Jh. war die Fam. im Zürcher Rat vertreten. Burkhard II. (erw. 1250-89) war als Ministeriale des Fraumünsters Inhaber des Kirchensatzes in Kilchberg (ZH), des dortigen Meier- und Widemhofes, des Widemhofes in Rüschlikon sowie von Gütern in Seebach; von den Gf. von Kyburg hatte er den Hottingerturm bei der Wasserkirche zu Lehen. Seinem Sohn Burkhard III. gelang der polit. Aufstieg: 1317-34 war er Ratsmitglied sowie 1326-31 Schultheiss. Sein Sohn Johannes, der mit einer Frau aus der Fam. Mülner verheiratet war, sass 1335-55 im Rat und war 1354-56 Schultheiss. Als designierter Nachfolger des Bürgermeisters Rudolf Brun starb er 1356 als letzter männl. Vertreter der wirtschaftlich gut situierten Familie. Das Erbe fiel an das bürgerl. Geschlecht von Seon aus dem Aargau.

Quellen und Literatur

  • M. Lassner-Held, Der Zürcher Stadtadel 1330-1400, Liz. Zürich, 1989