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Der Frauen

Vermutlich aus dem Wallis stammende Fam., die in Uri seit 1346 nachgewiesen ist. Die D. traten im 14. und 15. Jh. als Besitzer von Lehen und Gütern des Zürcher Fraumünsters im Schächental, in Altdorf, Schattdorf und Sisikon hervor. Als Vertreter der bäuerl. Oberschicht gelang ihnen der Aufstieg in die Urner Landesämter, wo 1374 Konrad (->) und 1391 Heinrich (->) den Ministerialadel im Landammannamt ablösten. Nach der erfolglosen Opposition gegen das Fraumünster 1393 nahm die polit. Bedeutung der D. trotz Heiratsverbindungen mit angesehenen Kreisen in Uri (Egger, Püntener) und Luzern (von Rotenburg) ab. Die Fam. starb im 16. Jh. aus. Eine Verzweigung nach Schwyz und Glarus ist nicht gesichert.

Quellen und Literatur

  • P. Hubler, Adel und führende Fam. Uris im 13./14. Jh., 1973, 200-203
  • I. Tschudi, J. Winteler, Wappenbuch des Landes Glarus, 21977