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vonGundoldingen

Luzerner Magistratsfam., wohl benannt nach dem Hof G. südlich von Hochdorf. Mitglieder des Geschlechts lassen sich in der Herkunftsregion noch in der 2. Hälfte des 15. Jh. nachweisen. Dem mit Arnold von Gundelvingen 1312 erstmals in Luzern bezeugten Zweig gelang spätestens in der zweiten Generation ein rascher polit. und ökonom. Aufstieg ohne formale Ritterqualifizierung, worauf Schiedsgerichtsleitungen sowie verwandtschaftl. Beziehungen zu den von Moos, von Büttikon und von Garten hinweisen. Ab 1329 waren die G. Lehensleute des Klosters Luzern. Vor 1379 erfolgte eine österr. Belehnung mit den Vogteien Ebikon und Rotsee. Arnolds Söhne Werner, vermutlich ein Gerber (1352 reichster Bürger von Luzern), und Niklaus wirkten ab 1346 wiederholt als Schultheissen. Werners Sohn Petermann (->) hatte 1361-84 das Schultheissenamt inne, bis er durch eine Verfassungsänderung zum Rücktritt gezwungen wurde.

Quellen und Literatur

  • QW 1/1-3; 2/1-3
  • M. Estermann, Gesch. der alten Pfarrei Hochdorf, 1891, 360-363

Zitiervorschlag

Hälg-Steffen, Franziska: "Gundoldingen, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.03.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020255/2006-03-08/, konsultiert am 23.11.2020.