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vonKüssnacht

"Gesslers Schloss". Pittoreske Ansicht der Burg zu Küssnacht in einer kolorierten Lithografie von Charles-Rodolphe Weibel-Comtesse, um 1840 (Staatsarchiv Schwyz, Graph. Slg. 1046).
"Gesslers Schloss". Pittoreske Ansicht der Burg zu Küssnacht in einer kolorierten Lithografie von Charles-Rodolphe Weibel-Comtesse, um 1840 (Staatsarchiv Schwyz, Graph. Slg. 1046). […]

Ritteradel (13.-14. Jh.) mit der Burg K. (Gem. K., SZ). Das Geschlecht ist zu unterscheiden von den zur gleichen Zeit belegten Meier von K. Der Schwerpunkt des Besitzes der Ritter von K. lag zwischen dem Vierwaldstätter- und dem Zugersee, wo ihnen vom Kloster Murbach bzw. Stift Luzern die Vogtei über die Dörfer K., Haltikon und Immensee zustand. Der Hochadelige Egghart, der 1186 im Namen Werners von Habsburg in Rom das Kloster Muri dem Schutze des Papstes anvertraut haben soll, gehörte wohl nicht zur Familie. Fraglich ist auch die Überlieferung eines Eppo als Zeuge des Abtes von Engelberg im Jahr 1210. Erster gesicherter Vertreter des Geschlechts ist Rudolf, der sich 1253-64 im Umfeld der Gf. von Kyburg bewegte. Dessen Frau Adelhaid gilt als Stifterin des Klosters Selnau an der Sihl vor Zürich. Nach dem Aussterben der Kyburger wechselte die Fam. in den Dienst der Gf. von Habsburg, v.a. des Laufenburger Zweiges, von dem sie u.a. Lehen in Seedorf (UR), Sarmenstorf und Sursee innehatte. Johannes, der Bruder von Rudolf, übergab 1282 die Kirche Neuenkirch, ein weiteres Lehen Habsburg-Laufenburgs, dem Augustinerorden zur Einrichtung einer Sammlung für zwölf Frauen. Johannes' Sohn Eppo (1282-1315) stand 1284 und 1302 als Vogt in einem bemerkenswert gut dokumentierten Konflikt mit den Dorfleuten von K., Haltikon und Immensee, in dessen Verlauf er beinahe umgebracht wurde. Wie schon sein Vater und später sein Sohn Hartmann entlöhnten ihn die Habsburger für geleistete Kriegsdienste mit versch. Pfandschaften. Hartmann, verheiratet mit Margareth von Brun, der Tochter des späteren Bürgermeisters von Zürich, verburgrechtete sich 1342 mit Zürich, 1347 auch mit Luzern. Nach seinem Tod ging das Erbe über seine Tochter Elisabeth durch Verkauf an die von Utzigen.

Quellen und Literatur

  • Qu. zur Gesch. der Landschaft K. am Rigi 1, 1982, 317, 319-325
  • GHS 3, 403 f. und Taf. 35
  • Die Wappenrolle von Zürich, hg. von W. Merz, F. Hegi, 1930, 220
  • Sablonier, Adel, 238
  • H. Schneider, «Die Funde auf der Gesslerburg bei K.», in W. Meyer et al., Die bösen Türnli, 1984
  • Kdm SZ NF 2, 1989, 73-76