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vonMeggen

Ausgestorbenes regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Luzern. Es erscheint erstmals 1275 mit Petrus im Gefolge der Frh. von Rothenburg. 1298 waren die von M. Kaufleute in Luzern. Zwei Hauptstämme sind in den Quellen fassbar, auf deren gemeinsame Abstammung nur der Namenszusatz "von M." hinweist.

Der erste, niederadlige Stamm sass ursprünglich in Rothenburg und war im 14. und 15. Jh. mit den Rittern von Littau, dem Zürcher Ratsgeschlecht Thyo, den Edelknechten von Hunwil und von Heidegg verschwägert. Die Angehörigen dieses Stammes zogen nach dem Sempacher Krieg von 1386 endgültig nach Luzern. Johannes (1390/91) heiratete in die aussterbende Fam. von Littau ein und erlangte deren Herrschaft Littau. Der letzte männl. Spross, Burkard, wurde vor 1466 Dominikaner und überliess die Herrschaftsrechte seinem Schwager, dem Basler Ratsherrn Ritter Bernhard Sürli, der sie 1481 der Stadt Luzern verkaufte. Mit Kleinrat Konrad (1503) starb auch die Nebenlinie aus.

Der zweite Stamm, bürgerl. Herkunft, geht auf Schultheiss Werner (->) zurück und stieg vom Gerberhandwerk über den Fernhandel (Mailand, Venedig), den Kl. Rat und durch Heirat nach 1500 in den Adel auf. Er teilt sich in zwei Linien: Die erste begründete der ältere Sohn Heinrich (1461); von ihm stammten Kleinrat Hans (1460) und Schultheiss Petermann (->) ab, auf den im Kl. Rat nacheinander die drei Söhne Johans (1497), Peter (1517) und schliesslich Schultheiss und Ritter Werner (->) folgten. Werners Kinder waren der unehel. Leodegar (vor 1581), Kleinrat, Gardehauptmann und Ritter Jost (->) sowie als Letzte die Tochter Kunigunde (1564, Ehefrau von Ritter Albrecht Segesser von Brunegg). Leodegar pflanzte das Geschlecht fort. Die Linie erfuhr einen sozialen Abstieg und starb mit Maria Verena Pfyffer-von M. (1675-1716) aus. Der jüngere Sohn des Stammvaters Werner, der Kaufmann Klaus (1475), begründete die zweite bürgerl. Linie. Er verheiratete seine Söhne, die Fernkaufleute Eglolf (1466) und Schultheiss Werner (->) mit Frauen aus Patrizier- und Kaufmannsfam. der Städte Konstanz und Schaffhausen. Des Letztgenannten Sohn, Schultheiss Niklaus (1564), der 1521 von Karl V. geadelt wurde, war der letzte Vertreter dieser Linie.

Quellen und Literatur

  • StALU