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Schüpfer

Nichtadlige Gotteshausleute der Fraumünsterabtei Zürich in Uri. Die Herkunft der im Raum Silenen fassbaren Familie ist unklar, eine Identifikation mit den zähringischen Dienstleuten von Schüpfen aus dem Bernbiet spekulativ. Ehebeziehungen bestanden mit den Niemirschin, um 1250 vermutlich Meier von Bürglen (UR), und den Ritteradligen von Hospental. Die Schüpfer sind 1243 erstmals bezeugt mit Walter und Burkard (->), der als Abteimeier in Altdorf (UR) nach der Mitte des 13. Jahrhunderts den sozialen Aufstieg der Familie einleitete. Burkards Sohn Konrad war ab spätestens 1290 bis 1294 Meier in Bürglen. Das plötzliche Verschwinden, eventuell durch urkundlich nicht nachweisbare Abwanderung nach Zürich, könnte mit dem erfolglosen Versuch der Aneignung des Turms von Göschenen und dem in dieser Zeit stattfindenden generellen Wandel in der politischen und sozialen Organisationsstruktur des Landes Uri zusammenhängen.

Quellen und Literatur

  • P. Hubler, Adel und führende Fam. Uris im 13./14. Jh., 1973, 41-46

Zitiervorschlag

Franziska Hälg-Steffen: "Schüpfer", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.08.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020276/2011-08-22/, konsultiert am 17.04.2024.