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vonMandach

Ab dem 13. Jh. belegte, ritteradlige Fam. mit Besitzschwerpunkt im Zürcher Unterland, wo sie den vor den Toren Regensbergs gelegenen Mandacherturm bewohnte. Möglicherweise war die Fam. aus M. bei Brugg zugewandert und stammte von dem 1218 für das Kloster Säckingen zeugenden Ritter Meier aus M. ab. Erster gesicherter Vertreter ist Ulrich, der 1244 als Bürge, dann bis 1260 als Zeuge der Frh. von Regensberg auftrat. Die explizit als deren Ministerialen bezeichneten Brüder Ulrich und Konrad veräusserten 1277 ein Lehen zu Regensberg an das Kloster Selnau. Nachdem die Frh. von Regensberg Ende des 13. Jh. ihren Kernbesitz an die Gf. von Habsburg-Laufenburg verkauft hatten, erscheinen auch die M. in deren Umfeld. Zudem treten Mitglieder der Fam. als Dienstleute des Bf. von Konstanz auf, so die Brüder Johannes, Ulrich und Heinrich. Sie verkauften 1301 den Johannitern von Klingnau bischöfl. Güter zu Schüpfen bei Kaiserstuhl, die sie offenbar zu usurpieren versucht hatten. Im 14. Jh. liessen sich Zweige der Fam. in Zürich und Schaffhausen, im 15. Jh. auch in Rheinau nieder. 1516 erwarb Sebastian, bischöfl. Vogt zu Neunkirch, vom Kloster Öhningen die östlich von Stein am Rhein gelegene Burg Oberstaad, die bis 1608 als Wohnsitz diente. Im 17. Jh. wanderten versch. M. in den süddt. Raum ab. Christoph, ein Enkel von Sebastian, war bad. Obervogt (1586 und 1589) zu Ettlingen sowie gleichzeitig Beisitzer des Reichskammergerichts in Speyer, sein Sohn Christoph Jakob (1656) Hofmeister des Bf. von Worms. Andere M. traten in franz. und holländ. Kriegsdienste. Ende des 20. Jh. lebten Mitglieder der Fam. v.a. in den Kt. Aargau, Bern und Zürich.

Quellen und Literatur

  • J.J. Rüeger, Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen 2, 1892, 857-866
  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 269-272; 5, 399-401
  • W. Merz, Die ma. Burganlagen und Wehrbauten des Kt. Aargau 2, 1906, 398 f.
  • Die Wappenrolle von Zürich, hg. von W. Merz, F. Hegi, 1930, 49
  • Sablonier, Adel