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Pfung

Stadtzürcher Ratsgeschlecht, dessen genealog. Zusammenhänge nur punktuell bekannt sind. Heiratsbeziehungen bestanden mit den Ratsgeschlechtern Fink und Krieg. Erstmals erwähnt werden die P. vor 1257 mit Hugo Ponderarius. Als ritteradlig erscheint nur ein Vertreter der Fam. ohne Vornamen zwischen 1314 und 1325. Heinrich, der 1322-46 bezeugt ist und einem anderen Zweig entstammt, verlor 1336 als Mitglied der gestürzten Stadtregierung alle polit. Rechte. 1372 wurde an Hermann, der auch Kirchherr von Schneisingen war, das Patronatsrecht der St. Peterskirche verliehen. Nach langwierigem Konflikt wegen der Inkorporation von St. Peter in das Spital Zürich musste Ulrich 1379 auf das Patronatsrecht verzichten. Johannes erwarb im selben Jahr die Vogtei über das Kloster Fahr und die Einsiedler Gerichtsherrschaften im Limmattal, veräusserte jedoch seine Rechte bereits 1380 infolge Überschuldung. Um 1400 verschwinden die P. aus den Quellen.

Quellen und Literatur

  • UB ZH, 1-13
  • Urkundenregesten des StAZH, 1336-1369, 1987; 1370-1384, 1991