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vonSalenstein

Thurgauer Ritteradel des 11.-14. Jh., der im Dienst des Klosters Reichenau stand. Als Teil eines eng verwandten Adelsclans, zu dem die von Steckborn, von Gerlikon, von Wellenberg und Riedern gehörten, verfügte die Fam. über Kernbesitz in S. (Burg) und Ermatingen (Kirchenpatronat), Streubesitz entlang des Untersees und bis 1260 u.a. über die Vogteien von Basadingen und Rudolfingen. Erster bekannter Vertreter ist der 1092 und 1094 in Urkunden des Klosters St. Georgen (Schwarzwald) zeugende Albrecht. Ab 1197 war ein anderer Albrecht (erw. 1194-1221) Schenk von Reichenau - ein Titel, der auf seine Nachkommen überging. Auf ihrem Zenit um 1260 hatte die Fam. Häuser in Diessenhofen, Konstanz, Schaffhausen, Engen (Hegau) und Zürich. Im 14. Jh. verlor sie an Bedeutung. 1375 verkaufte Diethelm (erw. ab 1344, 1380) die Burg S. an die von Helmsdorf. Seine Tochter Ultima Amalia erscheint zuletzt 1387 als Klosterfrau in Schänis.

Quellen und Literatur

  • E. Herdi, «Die Schenken und die Dienstmannen von S.», in ThBeitr. 80, 1944, 47-59
  • Sablonier, Adel, 62, 67, 76, 108-111, 195