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vonSchännis

Im SpätMA ritteradlige Gefolgsleute der Gf. von Kyburg und bürgerl. Ratsgeschlecht der Stadt Zürich. Die Herkunft ist unklar und eine genealog. Abfolge wenig gesichert. Nicht belegt ist zudem ein direkter Zusammenhang zwischen den ritteradligen, wohl kyburg. Ministerialen Hugo (erw. 1240-52) und Heinrich (erw. 1248) und dem ab dem letzten Viertel des 13. Jh. in Zürich ansässigen Ratsgeschlecht, als dessen Stammvater Ulrich (um 1327) gilt. Vorhanden sind mehrere Linien, die z.T. im 16. und 17. Jh. erloschen, deren gegenseitiges Verhältnis aber nicht klar ist. Im 13. und 14. Jh. waren die S. Lehenträger der Gf. von Kyburg und von Habsburg sowie der Frh. von Regensberg, von Tengen und der Ritteradligen von Hertenstein. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verschwanden die S. für längere Zeit aus Zürich. Ab der Mitte des 13. Jh. lassen sich Bruchstücke eines einflussreichen Zweigs in Mellingen verorten, wo Hugo um 1300 das Schultheissenamt innehatte. In Winterthur war im 15. Jh. eine Fam. dieses Namens beheimatet. Im 16. Jh. wechselte die Fam. beginnend mit Hans (erw. 1529, 1586) von Fehraltorf nach Zürich und bürgerte sich in der Stadt ein. Hier erreichten Vertreter der Fam., die sich auffällig oft kunsthandwerkl. Berufen zuwandte, bald wichtige soziale und polit. Positionen als Zunftmeister, Mitglieder des Regiments und Vögte auf der Zürcher Landschaft. Im 17. Jh. setzte ein langsamer Niedergang ein, der sich im 18. Jh. verstärkte; 1918 war die Fam. ausgestorben.

Quellen und Literatur

  • C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, o.J., 722-731, (ZBZ)
  • Die Wappenrolle von Zürich, hg. von W. Merz, F. Hegi, 1930, 229