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vonSchlatt

Ritteradlige Fam. des 12.-15. Jh., die v.a. in S. (ZH), Wiesendangen und Illnau begütert war. Die ab 1094 bezeugte Fam. bewegte sich bis 1263 im Gefolge der Gf. von Kyburg, danach der Gf. von Habsburg. Aufnahme im klientelist. Netzwerk der Habsburger fanden die S. über die 1279 geschlossene Ehe Konrads mit Bertha von Landenberg, ihre Einsetzung in die Nachfolge der Schenken von Liebenberg sowie als Lehensempfänger der Moosburg bei Effretikon ab 1300. Nachdem der letzte männl. Nachkomme Berchtold (erw. 1395, 1442) in der Fehde seines damaligen Dienstherrn Hermann Gessler von Meienberg mit den Hzg. von Österreich wegen der Abtretung der österr. Pfandschaft Grüningen schwer verletzt worden war, flüchtete er 1408 unter den Schutz der Stadt Zürich. Schon 1395 hatte er die Moosburg seinem Schwiegersohn und späteren Ratsherrn Johannes Schwend übertragen. Dieser verhandelte noch 1442 mit den Herzogen über die Restitution der Pfänder, die der Fam. entzogen worden waren.

Quellen und Literatur

  • Die Wappenrolle von Zürich, hg. von W. Merz, F. Hegi, 1930, 106
  • M. Stadler, «Das Bündnis zwischen Kg. Friedrich und Zürich von 1422», in SZG 18, 1968, 422-458, v.a. 431
  • Sablonier, Adel