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vonWartensee

Adelsfam. des 13.-14. Jh., im Dienst der Abtei St. Gallen, mit Sitz auf der 1243 errichteten Burg W. über dem Bodensee. Möglicherweise handelt es sich bei den W. um einen Zweig der konstanz.-bischöfl. Dienstherren von Rheineck. Ihr früher Besitz konzentrierte sich v.a. am Rorschacherberg, um Bischofszell und Affeltrangen. Die Brüder Heinrich (erw. 1264-98) und Burkhard (erw. 1267-1306) traten fast nur als Zeugen für den Abt auf, oft als "Vogt von W." bezeichnet. Ab 1287 unterstützten sie Abt Wilhelm von Montfort in der Fehde mit Kg. Rudolf I. von Habsburg. Im 14. Jh. verlagerten Burkhards Söhne ihren Handlungsraum teilweise nach Zürich: Rudolf (erw. ab 1306, 1354) war ab 1339 Propst am Grossmünster während Burkhard (erw. 1331-48) sich im Umfeld Rudolf Bruns bewegte. Nach dem Tod ihres Bruders Konrad 1359 ging das Erbe mit der Burg nach Streitigkeiten 1362 und Verkäufen bis 1399 an die Fam. Blarer.

Quellen und Literatur

  • A. Largiadèr, Bürgermeister Rudolf Brun und die Zürcher Revolution von 1336, 1936, 21
  • Sablonier, Adel
  • P. Albertin, «Schloss W. ob Rorschach SG», in MA: Zs. des Schweiz. Burgenvereins 2, 1997, 1-30