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Grülich

Ab 1413 in Brugg bezeugte Fam., die im 15. und 16. Jh. zu den führenden Geschlechtern der Stadt gehörte. Der Aufstieg begann mit Ulrich Fry, genannt G. (1419-61), der als begüterter Hauptmann Ratsherr und Schultheiss wurde. Seine beiden Söhne Lienhart (um 1502) und Hans (1444-1509), beide Kaufleute, folgten ihm in der Ämterkarriere. Als Schultheissen betrieben sie den Wiederaufbau der 1444 verheerten Stadt, der von Hans in seiner Bauchronik festgehalten wurde. Ein dritter Sohn, Martin (um 1500), war ein bedeutender Bauunternehmer in Baden. Hans (1541), Hauptmann und Schultheiss, erwarb die Brunnenmühle, die bis 1674 im Besitz der Fam. war und dann an die Stadt abgetreten wurde. Im 17. und 18. Jh. sank die polit. Bedeutung der G.: drei Familienmitglieder sassen noch im Kl. Rat und zwei im Gr. Rat, ferner stellte die Fam. einen Stadtschreiber und einen Provisor (in Bern). 1797 starben die G. aus.

Quellen und Literatur

  • M. Banholzer, Gesch. der Stadt Brugg, 1961, 73-76, 245
  • M. Banholzer, «Die Grabplatten der Brugger Stadtkirche», in Brugger Njbl., 1970, 95-106