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Honegger

Politikerfam., die vermutlich vom schwäb. Geschlecht von Hoheneck abstammt und 1452 das Bürgerrecht von Bremgarten (AG) erwarb. Es existieren drei Linien. Hauptmann Rudolf fiel 1476 während der Burgunderkriege bei Murten. Während 300 Jahren waren die H. stets im Kl. bzw. Gr. Rat der Stadt vertreten. 1502-1794 hatten zwölf H. das Amt des Schultheissen inne, jährlich im Wechsel mit jenem des Altschultheissen. In der Reformation traten sie als Vertreter des kath. Glaubens hervor, speziell Johannes (->). Unter den zahlreichen geistl. Berufen erscheinen mit Ulrich ein Dekan, mit Margarita eine Äbtissin des Klosters Frauenthal, mit Johannes ein Propst des Stifts Zurzach und mit Bonaventura (->) ein Abt des Benediktinerklosters Muri (1654-57). Häufig versahen H. das Kanzleramt der Klöster Muri und Wettingen. Auch stellten sie einige Offiziere in fremden Diensten. 1798 verlor die Fam. an Macht und Einfluss.

Quellen und Literatur

  • Schweiz. Geschlechterbuch 4, 806-819
  • E. Bürgisser, «Die Schultheissen der Stadt Bremgarten», in Bremgarter Njbl. 5, 1963, 33-68
  • W. Benz, Die Bremgarter Stadträte seit 1803, 1982