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deChâtonnaye

Ritterfam. mit Stammsitz im gleichnamigen Dorf, erstmals erwähnt 1248 mit Jacques. Die Fam. band sich sehr früh an das Haus Savoyen: 1308 war Jacques Kastlan von Romont (FR), 1306 Conon Lehensträger der Herren von Montagny; 1304 wirkten Jean und 1315 Guillaume als Schiedsrichter. 1327 nahmen Aymon (I.), Kastlan von Villarzel, und Jacques an einer Fehde Wilhelms II. von Montagny gegen den Bf. von Lausanne teil. Söhne Conons waren Aymon (II.), 1344-45 bischöfl. Vogt, 1348-80 als Gesandter und Schiedsrichter tätig, und Barthélemi (1368), 1348-58/65 Prior von Rougemont. Jacques und Rodolphe waren Söhne von Aymon (II.). Rodolphe erwarb um 1390 durch Heirat mit Marguerite de Fernay die Herrschaft Vuissens, wo er im Wechsel mit Moudon residierte (Errichtung einer Schlosskapelle). Mit Rodolphes Sohn Jacques ― in erster Ehe Gatte der Marguerite de Vulliens, in zweiter Ehe mit Catherine de Menthon verheiratet, nach 1418 Herr von Vuissens, Kastlan von Romont (FR) ― erlosch das Geschlecht 1433 im Mannesstamm.

Quellen und Literatur

  • H. de Vevey, 142 généalogies de familles fribourgeoises, Ms., 1934-75, (KUBF)
  • K. und E. Tremp-Utz, «Herrschaft und Kirche in Vuissens im MA und in der frühen Neuzeit», in FGB 62, 1979/80, 21-24
  • S. Jäggi, Die Herrschaft Montagny, 1989, 81 f.
  • HS III/2, 628 f.