de fr it

deColombierVD

Kleinadlige Waadtländer Fam., im 13. Jh. erstmals bezeugt. Sie besass in Villars-le-Terroir Güter und trug den Namen dieses Ortes, bevor sie sich Anfang des 14. Jh. in C. niederliess. Durch eine geschickte Heiratspolitik und die Unterstützung Savoyens wurde sie im ausgehenden MA eine der bedeutendsten herrschaftl. Familien der Waadt. Den Grundstein zum Reichtum der Fam. legte Humbert, der 1369-85 für den savoyischen Gf. Amadeus VI. in der Waadt als Vogt wirkte; Humbert war es auch, der 1384 Sitten eroberte. Seine drei Söhne verheiratete er mit den Erbinnen der Fam. Duin, der die Herrschaft Vufflens-le-Château gehörte. Einer von Humberts Söhnen, Henri (->), stand Amadeus VIII. sehr nahe. Sein Sohn Guillaume (1451) war Vogt der Waadt (1446-47), sein Enkel François (->) Abt von Hautecombe (Savoyen) und von Montheron. Die Fam. C. besass die Schlösser von C., Vufflens, Vullierens, Saint-Saphorin-sur-Morges und Bussy-Chardonney. 1501 erwirkte sie von Papst Alexander VI. die Erhebung der Pfarrkirche von Vullierens zur Stiftskirche. Die Abtei von Montheron diente ihr als Familiennekropole. Die Familie erlosch 1544.

Quellen und Literatur

  • G. Castelnuovo, «Une société qui se transforme», in La monnaie de sa pièce ..., hg. von P.-L. Pelet, J.-F. Poudret, 1992, 13-25
  • J.-L. Rouiller, «Les traditions funéraires des seigneurs de C. à l'abbaye de Montheron», in Mémoire vive 4, 1995, 51-58
  • F. Forel et al., Le Château de Vufflens, 1996