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Raffaele d'Alessandro

17.3.1911 St. Gallen, 17.3.1959 Lausanne, ursprünglich italienischer, ab 1931 Schweizer Staatsangehöriger, von Chur und Says. Sohn des Raffaele, Buchhalters und Unterhaltungsmusikers aus Campobasso (Süditalien), und der Barbara geborene Schlapp. Ledig. In St. Gallen aufgewachsen, absolvierte er ab 1932 in Zürich ein Musikstudium (u.a. beim Organisten Victor Schlatter), 1934-1937 zum Teil autodidaktische Studien in Paris, unter anderem bei Marcel Dupré, Paul Roes und Nadia Boulanger. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1940 war er als unabhängiger Künstler in Lausanne tätig: Konzerte als Pianist, Kompositionsaufträge, Mitarbeit beim Radio, Musikkritiker. In seinem Kompositionsstil versuchte Raffaele d'Alessandro verschiedene musikalische Einflüsse (Impressionismus, Expressionismus, Klassizismus) zu vereinen. Formal und harmonisch sich auf traditionellem Boden bewegend, bevorzugte er die Sonatenform und weitete in experimentierender Weise die tonale Harmonik stark aus.

Quellen und Literatur

  • Nachlässe in: SLA, KUBF
  • L. Marretta, Raffaele d'A., 1979 (mit Werkverz.)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 17.3.1911 ✝︎ 17.3.1959

Zitiervorschlag

Luisa Marretta-Schär: "Alessandro, Raffaele d'", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.06.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020528/2001-06-05/, konsultiert am 17.06.2024.