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BennoAmmann

14.6.1904 Gersau, 14.3.1986 Rom, katholisch, von Küssnacht (SZ). Sohn des Gottfried Ammann, Sekundarlehrers, und der Anna geborene Camenzind. Ledig. Seine Ausbildung zum Komponisten machte Benno Ammann in Leipzig (Sigfrid Karg-Elert, Hermann Reutter) und in Paris (Arthur Honegger, Darius Milhaud, Albert Roussel). Später besuchte er regelmässig die Darmstädter Ferienkurse für zeitgenössische Musik und Komposition. Er war 1936-1939 Korrepetitor und Chorleiter am Stadttheater Basel und 1939-1941 an der Römer Oper. Danach arbeitete Ammann an den Studios für elektronische Musik in Rom, Utrecht, Gent, Warschau und New York. Nachdem er sich zuerst mit geistlicher Musik im strengen Stil auseinandergesetzt hatte, wandte er sich der Kammermusik und Orchesterwerken zu und suchte später den experimentellen und spielerisch-witzigen Umgang mit elektronischer Musik. Daneben widmete er sich musikdramatischen Werken, etwa der Oper Mani sulla città (1986), Balletten sowie Bühnenmusik, und übersetzte Opern, zum Beispiel von Giuseppe Verdi, François Adrien Boieldieu sowie Etienne-Nicolas Méhul.

Quellen und Literatur

  • Universitätsbibliothek Basel, Basel, Musikhandschriften von Benno Ammann; Nachlass Benno Ammann (1904-1986).
  • «Benno Ammann», in: Schweizer Komponisten. Bericht und Bekenntnis, 1955, S. 34-38 (Musik der Zeit, 10).
  • Neue Zürcher Zeitung, 19.3.1986 (Nachruf).
Von der Redaktion ergänzt
  • Schenker, Andreas: «Benno Ammann. Senior und kein bisschen konventionell», in: Spoerri, Bruno (Hg.): Musik aus dem Nichts. Die Geschichte der elektroakustischen Musik in der Schweiz, 2010, S. 44-48.
  • Schenker, Andreas: Benno Ammann, 1904-1986. Werkverzeichnis, 2015.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 14.6.1904 ✝︎ 14.3.1986

Zitiervorschlag

Thomas Gartmann: "Ammann, Benno", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.11.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020529/2010-11-03/, konsultiert am 03.07.2022.