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Montagnier

Weiler der polit. Gem. Bagnes VS am rechten Ufer der Drance de Bagnes zwischen Villette und Versegères. Im frühen 13. Jh. teilten sich die Adelsfam. d'Ayent und de la Tour von Saint-Maurice und Collombey die kleine Herrschaft M., die zu dem von der Abtei Saint-Maurice abhängigen Vizedominat Bagnes gehörte. Die Junker von Ayent verkauften 1230 all ihre Rechte in Bagnes an den Abt von Saint-Maurice, während der Besitz der de la Tour erst 1462 durch Kauf an die Abtei kam. Ein Geschlecht de M. als Dienstmannenfam. der Drancetäler, wie es Robert Hoppeler erwähnt, hat es wohl nie gegeben. Wilhelm und Amadeus de Montagnie, die 1285 im Gefolge des Bf. Peter von Oron im Wallis auftauchten, gehörten wie der wiederholt in Urkunden des 13. und 14. Jh. erw. Domherr Guido de Montagnie zur freiburg. Fam. de Montagny.

Quellen und Literatur

  • R. Hoppeler, Das Unter-Wallis und dessen Beziehungen zum Hochstift Sitten während des XIII. Jh., 1897, v.a. 184
  • H.A. von Roten, «Zur Zusammensetzung des Domkapitels von Sitten im MA», in Vallesia 3, 1948, 87