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deMontjovet

Herrengeschlecht aus dem Aostatal, dem bis Ende des 13. Jh. das namengebende Schloss gehörte. Wie die Biandrate aus dem Valsesia und die d'Ornavasso aus dem Val d'Ossola (Eschental) kam ein Teil der M. im 12. Jh. über die Alpen und liess sich im Wallis nieder. In einem Abkommen von 1179 zwischen dem Gf. von Maurienne-Savoyen und dem Bf. von Sitten wird ein Guglielmo von M., Ritter und Baron, als Bürge des Bischofs erwähnt. Im Laufe des 13. Jh. sind mehrere Walliser M. Vasallen des Bischofs und oft auch Domherren von Sitten. Um 1250 erwarben die M. die Herrschaft von Granges, deren Namen sie fortan trugen und die sie bis zu ihrem Aussterben im 14. Jh. behielten. Die letzten gesicherten Nachrichten über die Walliser M. betreffen einen Zweig, der sich in Sitten niedergelassen und im 14. Jh. dort das Bürgerrecht erworben hatte.

Quellen und Literatur

  • S. Stelling-Michaud, «Les relations entre le Val d'Aoste et le Valais avant 1350», in La Valle d'Aosta, 1958, 487-507

Zitiervorschlag

Castelnuovo, Guido: "Montjovet, de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.10.2007, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020622/2007-10-10/, konsultiert am 25.10.2020.