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deRossillon

Adelsfam. aus Savoyen. Lehensleute der Herren von Gex. Die heute verfallene Stammburg der Fam. lag auf einem Hügel nordwestlich des Weilers La Pièce (Gem. Le Crozet) im Pays de Gex. Die ersten Mitglieder des Geschlechts lassen sich in der 1. Hälfte des 12. Jh. namentlich fassen. Wilhelm ist 1131 Zeuge einer Schenkung von Walcher de Divonne an die Zisterzienserabtei Bonmont. Durch seine Heirat gelangte Humbert zu Beginn des 14. Jh. (vor 1326) in den Besitz der Herrschaft Allaman. Sein Bruder Jean (->) war 1323-41 Bf. von Lausanne und sein Neffe Rudolf Dekan von Neuenburg und Dompropst von Lausanne (1339-59/60). Der Zweig R.-Allaman starb im Mannesstamm zu Beginn des 15. Jh. (nach 1424) aus. Die Mitglieder der Hauptlinie R.-Saint-Genis lebten ab dem 14. Jh. v.a. auf ihren Besitzungen links der Rhone. Hzg. Karl Emmanuel von Savoyen fasste 1615 für Hiéronyme die Herrschaften Gaillard, Saint-Genis, Les Terreaux und Puthod zur Grafschaft R. zusammen. Da Hiéronymes Güter und Schlösser im Krieg des Herzogs gegen Genf abgebrannt waren, verkaufte ihm dieser 1629 das Lehen Bernezzo (franz. Bernex) bei Cuneo im Piemont und erhob es zu einem Marquisat. Letzter männl. Vertreter des Geschlechts war Michel-Gabriel (->), Bf. von Genf-Annecy (1697-1734).

Quellen und Literatur

  • E.A. de Foras, Armorial et nobiliaire de l'ancien duché de Savoie 5, 1910, 244-257