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Treytorrens

Fam. von Yverdon, Estavayer, Payerne, Moudon, Cudrefin und Bern, die versch. Herrschaften im Waadtland besass. Ihre ältesten bekannten Vertreter sind Uldriod und Renaud (1160 erw.). Ende des 13. Jh. verzweigten sich die T. mit einem zweiten Uldriod (um 1300) und seinem Bruder Pierre, dessen Enkel Cuénet 1366 die an die Bonvillars gelangte Herrschaft T. zurückkaufte. François, Enkel von François (->) und letzter Vertreter der Linie von Estavayer, verkaufte die Herrschaft 1543 an Pierre Morel von Freiburg. Mermod, der Enkel von Uldriod, um 1338 Notar in Yverdon, gründete den Zweig von Yverdon. Zu diesem gehörten Henri, der 1536 als Gubernator die Stadt gegen die Berner verteidigte, und dessen Enkel Albert (->) und François (->), beide Offiziere in fremden Diensten. Henris Urenkel Isaac (1603-45), Oberst in schwed., später in franz. Dienst, befestigte mehrere Orte, z.B. Thionville in Lothringen. Auch einige Pfarrer gingen aus diesem Zweig hervor: Alberts Bruder Tobie (1583-1628), François-Frédéric (->) und dessen Cousin Pierre Jacob (1691-1760) sowie Louis (->), mit dessen Tod die Linie von Yverdon erlosch. Guyonnet, der Urenkel von Mermod, begründete den Zweig von Cudrefin. Sein Sohn Barthélemy (um 1482) erbte durch Heirat das Meieramt Cudrefin. Guyonnets Enkel, der Ritter Guillaume (1482-1545), der zusammen mit dem franz. König Franz I. in Pavia gefangen genommen wurde, hob Truppen für Frankreich aus. Dem auf einen Enkel von Guillaume zurückgehenden Zweig von Payerne entstammten Abraham (->) und zwei Schultheissen dieser Stadt. Nicolas Samuel (->) hatte das Meieramt Cudrefin inne, bis es 1718 an Bern fiel. Die Fam. erlosch mit Henri (1783-1858), dem letzten Vertreter der T. von Cudrefin.

Quellen und Literatur

  • ACV, Nachlass
  • Recueil de généalogies vaudoises 1, 1914, 189-242
  • D. de Raemy, C. Brusau, Histoire d'Yverdon 2, 2001, 174