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Grob

Ein von Grobenentschwil (Flawil), Herisau und St. Gallen stammendes Geschlecht von Kaufleuten, Ärzten und Gelehrten. Johannes Grob, Sohn des im Weiler Furt bei Brunnadern lebenden reichen toggenburgischen Tuchhändlers und Protestantenführers Jost Grob, ansässig im zu seinen Ehren in Grobenentschwil umbenannten Enzenschwil, war aufgrund seines Einsatzes für die protestantische Sache um 1674 zur Emigration nach Herisau gezwungen. Hier versah sein Sohn Johannes Grob bald einflussreiche Ämter und erhielt 1690 das Ehrenbürgerrecht. Im 18. Jahrhundert hatten Familienangehörige als Kaufleute und Ärzte in Herisau und St. Gallen einige Bedeutung. Die Grob stellten drei Generationen angesehener Ärzte, versahen 1733-1759 mit zwei Vertretern die Ausserrhoder Ratschreiber-Stelle und brachten mit dem oben erwähnten Johannes sowie Adrian David Grob zwei bekannte Schriftsteller hervor. Letzterer erwarb 1813 das St. Galler Stadtbürgerrecht.

Quellen und Literatur

  • E.H. Koller, J. Signer, Appenzellisches Wappen- und Geschlechterbuch, 1926, 99-100
  • Das Toggenburg, hg. von H. Büchler, 1992

Zitiervorschlag

Fuchs, Thomas: "Grob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.03.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020665/2020-03-24/, konsultiert am 20.04.2021.