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Heim

Ein Geschlecht von Wirten, Ärzten und Pfarrern, das seit 1437 in Gais nachweisbar ist. Der einer Metzger- und Wirtefam. entstammende Metzger, Wirt und Leinwandhändler Hans Ulrich führte die 1749 von seinem Schwiegervater erstmals angewandten Molkenkuren weiter und wurde so in den 1760er Jahren zum Begründer des Molkenkurorts Gais. Die internat. Gäste wussten die für die Zeit überdurchschnittl. Bildung der Familienmitglieder zu schätzen. Das Stammhaus (heute Falken) sowie das 1796 durch Samuel (->) erbaute Kurhaus Ochsen prägen das Gaiser Dorfbild. Hans Ulrichs Enkel Johann Heinrich (->) war der erste Gaiser Kurarzt. Er verfasste mehrere Schriften über die Gaiser Molkenkuren, während sein Bruder gleichzeitig das Kurhotel führte. Mit dem Tod der beiden endete die Ära der Gaiser Kuren. Die Fam. H. behielt danach die Bildungstradition bei, verliess aber mehrheitlich ihren Bürgerort. Unter Johann Heinrichs Nachkommen befanden sich zwei Generationen Pfarrer, mindestens zwei Generationen Juristen und mindestens drei Generationen Ärzte.

Quellen und Literatur

  • AWG, 208-212
  • W. Schläpfer, Wirtschaftsgesch. des Kt. Appenzell Ausserrhoden bis 1939, 1984, 208-212
  • A. Weishaupt, K. Rechsteiner, Gesch. der Gem. Gais, 2002, 225-230