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MathieuVibert

15.12.1920 Carouge (GE), 4.5.1987 Genf, reformiert, von Avusy. Sohn des François, Rechtsanwalts und Direktors der Kantonspolizei, und der Francisca geborene Niggli. Neffe des James (->). 1) 1945 Madeleine Friedlieb, Ungarin, Violinistin und Sopranistin (Scheidung 1954), 2) 1954 Hannah Harmat-Ozarowski, Israeli (Scheidung 1969), 3) 1969 Antoinette Matthey de l'Étang, Tochter des Charles, Sopranistin (Scheidung 1972). Kompositions-, Dirigier- und Violinunterricht am Genfer Konservatorium, regelmässig Dirigent und Violinist des Konservatoriumsorchesters. 1940-1979 Musikregisseur bei Radio-Genève. Nach einem Autounfall 1958 gab Mathieu Vibert das Komponieren bis 1968 auf. In seinem umfangreichen kompositorischen Schaffen reflektiert Vibert die individuellen und kollektiven Katastrophen des 20. Jahrhunderts, etwa in "Prière" und "L'Ange blanc", vor allem aber in der "Symphonie funèbre", die nach einem Besuch des Konzentrationslagers Theresienstadt und der Ermordung von Viberts Bekannten Jan Masaryk entstand.

Quellen und Literatur

  • Mathieu Vibert, Ausstellungskat. Carouge, 2008
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 15.12.1920 ✝︎ 4.5.1987

Zitiervorschlag

Antonio Baldassarre: "Vibert, Mathieu", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.09.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020758/2012-09-12/, konsultiert am 25.04.2024.