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JohannesWannenmacher

vor 1490 Neuenburg am Rhein (Breisgau), vor Juni 1551 Interlaken. 1) Barbara Friess, von Bern, 2) Madlen Ibach. 1510 Kantoreileiter und 1513 Succentor am St. Vinzenzstift in Bern, im selben Jahr Kantor auf Lebenszeit am Stift St. Niklaus in Freiburg, 1515 Chorherr. Mit dem Organisten Hans Kotter bildete Johannes Wannenmacher ab 1514 ein musikalisches Gespann von hohem Niveau. Er unterhielt Kontakte zu den der Reformation wohlgesinnten Humanisten um Schultheiss Peter Falck und stand in Briefwechsel mit Bonifacius Amerbach, Huldrych Zwingli und Glarean. 1530 wegen seiner Sympathien zur Reformation aus Freiburg verbannt, wurde er ab 1531 Schreiber der Landvogtei Interlaken. Aufgrund der nahezu 30 erhaltenen Vokalwerke, vor allem der Motette "An Wasserflüssen Babylon", zählt Wannenmacher zu den wichtigsten Komponisten der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in der Schweiz.

Quellen und Literatur

  • A. Geering, Die Vokalmusik in der Schweiz z.Z. der Reformation, 1933
  • Die Musik in Gesch. und Gegenwart, Personentl. 17, 22007, 471-473 (mit Werkverz.)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ vor 1490 ✝︎ vor Juni 1551

Zitiervorschlag

François Seydoux: "Wannenmacher, Johannes", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.08.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020763/2013-08-21/, konsultiert am 26.05.2024.