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Albgar

Graf im Hegau, durch eine St. Galler Urkunde von ca. 830 als Graf unter anderem für Altdorf (SH) bezeugt. Wohl identisch mit einem Magnaten alemannischer Herkunft aus dem Linzgau, Sohn des Autcherius und Angehörigen des Adelsgeschlechts der Unruochinger. Dieser war unter Karl dem Grossen als Erzieher Adelheids, der Tochter König Pippins (810), in Italien tätig, beteiligte sich 817 im diplomatischen Dienst Ludwigs des Frommen in Dalmatien an der Regelung von Grenzstreitigkeiten, besass Güter in Oberitalien und im Tessin (u.a. in Neggio, Locarno und eventuell in Someo im Maggiatal) und förderte damit Sant'Ambrogio in Mailand sowie die Kirche von Tortona (Piemont).

Quellen und Literatur

  • M. Borgolte, Die Gf. Alemanniens in merowing. und karoling. Zeit, 1986, 46-48
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Kurzinformationen
Variante(n)
Alpcharius

Zitiervorschlag

Michael Borgolte: "Albgar", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.10.1998. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020798/1998-10-02/, konsultiert am 14.06.2024.