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Salomone

Vertreter eines frühma. Adelsgeschlechts, wohl vom Nordufer des Bodensees stammend, das in vier Generationen fünf Bischöfe stellte, drei von Konstanz (Salomo I., sein Neffe Salomo II. und deren Grossneffe bzw. Neffe Salomo III.), einen von Freising (Waldo, 884-906, Bruder des Salomo III.) und einen von Chur (Waldo, Neffe von Salomo III. und Waldo). Während die jeweils unbekannten Eltern die Bestimmung zum geistl. Amt in der Namensgebung ausdrückten, liessen die amtierenden Bischöfe ihre (Gross-)Neffen planmässig an Kloster- und Kathedralschulen für die hohe Karriere ausbilden. V.a. Salomo III., der auch Abt von St. Gallen war, wirkte im Dienst der ostfränk. Könige. Er bekämpfte 916/917 erfolgreich die weltl. Grossen Pfalzgf. Erchangar und dessen Bruder Gf. Bertold, als diese nach dem Herzogtum von Schwaben trachteten.

Quellen und Literatur

  • K. Schmid, Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im MA, 1983, 580-584
  • Germania Sacra NF 42,1, 2003, 67-78, 84-119