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Augsburger

Ab dem 15. Jahrhundert nachweisbares, regimentsfähiges Berner Handwerkergeschlecht von Tuchzeichnern, Walkern und Webern, dessen Mitglieder ab 1435 regelmässig im Grossen Rat sassen. 1511 zog Hans (1520) in den Kleinen Rat ein, und mit Michael (->) setzte eine lange Tradition als Landvögte, Kleinräte, Venner und Seckelmeister ein (Beat Sigmund ->, Emanuel Ludwig ->). Mit Jakob (1541-1567) und Michael (->) teilte sich die Familie in zwei Linien, eine ältere der Herren von Reichenbach, zünftig zu Webern und Metzgern, die 1686 ausstarb, und eine jüngere, zünftig zu Webern und Schmieden. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts bestanden mit angesehenen Berner Geschlechtern (von Erlach, von Diesbach, von Graffenried, Bondeli, Lerber, von Rodt) regelmässig Heiratsverbindungen, die oft zu bedeutendem Besitzzuwachs führten. Mehrere Politiker, besonders Michael (->), und Juristen im 18. und 19. Jahrhundert zeichneten sich durch aussergewöhnliche Bildung aus. Vom späten 17. Jahrhundert an wandten sich Mitglieder der Familie (Karl Ludwig ->) bis zum Erlöschen des Geschlechts mit Rudolf Friedrich Ludwig (1907) vermehrt der Offizierslaufbahn zu.

Quellen und Literatur

  • BBB, FamA
  • von Rodt, Genealogien 4, 237-249

Zitiervorschlag

Barbara Braun-Bucher: "Augsburger", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.10.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020862/2001-10-25/, konsultiert am 22.02.2024.