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FunkBE

Im 15. und 16. Jh. bezeugte Berner Ratsfamilie. Ab 1724 war in Bern eine Kunsthandwerkerfamilie F. tätig, die von dem aus Frankfurt am Main zugewanderten Postspediteur ("Berlinbote") Johann Lorenz (1666-1734) abstammte, der um 1695-1706 in Murten lebte und 1706 mit seiner Fam. in Bern als Hintersasse aufgenommen wurde (Heimatorte Frankfurt am Main und ab 1723 Zihlbrücke). Seine in Murten und Bern geborenen, in Cornaux, dann in Nidau heimatberechtigten fünf Söhne erlangten 1757 in Bern den Habitanten-Status. Schon zuvor betrieben Matthäus (->) und sein Bruder Johann Friedrich der Ältere (->) ihre Werkstätten in Bern, in denen Geschwister - der Bildhauer Sigmund Emanuel (1722-81), der Seidenweber und Rahmenvergolder Johann Peter (1711-71), eine Schwester als Vergolderin, zwei als Fransenmacherinnen - sowie ihre Söhne Daniel Beat Ludwig (Uhrmacher, 1726-87) und Johann Friedrich der Jüngere (->) mitarbeiteten. Die von Johann Friedrich dem Älteren betriebene Marmorsäge belieferte beide Werkstätten. Die Funk'schen Werkstätten fertigten kostbare Kunstwerke an, von Möbeln, Pendulen, Spiegeln und Büsten bis zu Grabsteinen.

Die F. des beginnenden 21. Jh. sind Nachkommen des Rahmenvergolders Johann Peter, Bürgers von Nidau. Zu diesem im Mannesstamm allein überlebenden Zweig zählten Militärs, Politiker, Pfarrer und Künstler. Vertreter sind Friedrich Gottlieb (->), Alexander (->), der Architekt und Berner Bauinspektor Karl Eduard (1807-65) sowie der in Zürich wirkende Maler Adolf (1903-96).

Quellen und Literatur

  • H. Riesen, Die F. von Nidau, 2000
  • H. von Fischer, Fonck à Berne: Möbel und Ausstattungen der Kunsthandwerkerfam. F. im 18. Jh. in Bern, 22002
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