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Mutach

Berner Ratsgeschlecht. Ab 1533 hatte die Fam. das Bürgerrecht in Zofingen und stellte dort Vertreter im Gross- und im Kleinrat. 1770 starb diese Linie aus. Daniel (1599-1645) kam als Notar nach Bern, erhielt 1624 das Bürgerrecht und trat 1635 in den Gr. Rat ein. Seine wenig zahlreichen Nachkommen waren im 17. und 18. Jh. Offiziere, Vögte und Amtssekretäre. Samuel (->) und sein Neffe Gabriel (1702-72) gehörten dem Kleinrat an. Samuels Sohn Samuel (1690-1761) sowie dessen Söhne Samuel (1720-72) und Johann Rudolf (1729-93) waren Staatsschreiber, Johann Rudolf und sein Neffe Abraham Friedrich (->) Mitglieder des Kl. Rats. 1816 nahm der Letztgenannte für seine Fam. das Adelsprädikat an. Die M. heirateten bis Ende des 19. Jh. fast ausschliesslich in andere Berner Ratsgeschlechter ein. Im 19. und 20. Jh. stellten sie Offiziere, Ärzte und Vertreter der techn. Berufe. Karl Alfred (1831-1914) war Maler und Fotograf. Ab 1783 bis zu ihrem Aussterben 1990 besass die Fam. das Schloss Holligen in Bern.

Quellen und Literatur

  • Schweiz.Geschlechterbuch 1, 1904, 349-352; 4, 1912, 389-393
  • E. Bungener, Filiations protestantes 2, Teilbd. 2, 2002, 455
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