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Walther

1913 erloschenes Geschlecht der Stadt Bern. 1470 ist ein Glasmaler Friedrich in Bern nachgewiesen. Lückenlos zurückführen lässt sich das Geschlecht auf Mathis (1601), ebenfalls Glasmaler, der 1544 in den Grossen Rat und 1574 in den Kleinen Rat gelangte. Sowohl Mathis' fünf Söhne als auch fast alle seine Enkel wurden Grossräte und zum Teil Landvögte. Um 1700 schied die Familie aus dem Regiment aus. Die auf Mathis' Sohn Thüring (->) zurückgehende und im 18. Jahrhundert ausgestorbene ältere Linie wandte sich dem Pfarrberuf zu. Die jüngere Linie des Mathis (1592-1654), ebenfalls Sohn des Mathis, blieb im Handwerk verhaftet, wo sie sich stark diversifizierte und auf verschiedene Gesellschaften verteilte. Daneben betätigten sich einige Mitglieder beider Linien als Schreiber und in anderen subalternen Ämtern.

Quellen und Literatur

  • S. von Werdt, Stammtaf. bern. Geschlechter 2.2, Ms., o.J., 79-84 (BBB)

Zitiervorschlag

Hans Braun: "Walther", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.11.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020920/2014-11-04/, konsultiert am 17.06.2024.