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Weiss

Stadtberner Fam., die ab 1790 das Prädikat "von" führte und 1989 erlosch. Die Fam. lässt sich bis auf den Kaufmann Johannes Albi bzw. Wyss (um 1468/69) von Münster (VS) zurückführen, der vermutlich bereits die Herrschaft Salins als bischöfl. Lehen innehatte und 1466 zum Grosskastlan von Sitten aufstieg. Sein Sohn Johann (1533) und sein Enkel Bartholomäus (1581) festigten als Grosskastlane die Stellung der W. als eine der politisch führenden Fam. Sittens. Bartholomäus' Söhne, der Arzt Anton (1639) und Bartholomäus (1625), förderten als Burgermeister von Sitten bzw. Walliser Vizelandeshauptmann die reformator. Bewegung im Wallis. Zu Beginn des 18. Jh. starb die Walliser Linie aus. Die Berner Linie geht auf Samuel (->) zurück, der um 1600 ins Berner Burgerrecht und in die Gesellschaft zu Pfistern eintrat und 1612 Grossrat wurde. Die Linie setzte sich jeweils nur über einen Sohn fort und blieb zahlenmässig klein. Samuels Sohn Gabriel (->) wurde 1660 einziger Kleinrat der W.; über seine zweite Frau kam die Herrschaft Mollens in die Fam., in deren Besitz sie bis Mitte des 18. Jh. blieb. Mitte des 18. Jh. gehörte den W. zudem die Herrschaft Daillens. Albrecht (->) und der bereits erw. Samuel stiegen in fremden Diensten zu Generalmajoren auf, François Rodolphe (->) verteidigte 1798 als General die Waadt gegen die franz. Truppen. Im 19. Jh. wandte sich die Fam. vorwiegend jurist. Berufen zu.

Quellen und Literatur

  • H.A. von Roten, «Eine Walliser Fam. in Bern und in der Waadt», in BWG 17/1, 1978, 135-170
Kurzinformationen
Variante(n)
von Weiss
von Wyss