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Zwinger

Basler Humanisten- und Gelehrtenfamilie der frühen Neuzeit, die ursprünglich aus Bischofszell stammte, wo sie ab 1415 unter dem Namen Spiser, genannt Zwinger, nachweisbar ist. Stammherr des Basler Zweigs ist der Kürschner Leonhard (1538), der 1526 das Basler Bürgerrecht erwarb. Sein Sohn Theodor (->), ein vielseitig interessierter Humanist und Arzt, wirkte ab 1565 an der Universität. Vertreter der folgenden Generationen taten sich als Professoren der Medizin und der Theologie hervor. Zu den Medizinern zählen Jakob (->), Theodor (->), einer der bedeutendsten Ärzte seiner Zeit, Johann Rudolf (->) und Friedrich (->). Theodor (->), ein überzeugter Calvinist, der 1644 Basels Annahme der Helvetischen Bekenntnisse erreichte, und Johannes (->) waren Theologieprofessoren. Johann Rudolf (->) wirkte als Pfarrer und Antistes. Politisch trat kein Familienmitglied hervor. 1804 starb Jakob (1728), Pfarrer in Liestal, als letzter männlicher Nachkomme der Basler Zwinger.

Quellen und Literatur

  • M. Möhle, «Das Zwingerhaus am Nadelberg», in BZGA 110, 2010, 209-228

Zitiervorschlag

Hermann Wichers: "Zwinger", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.12.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021003/2013-12-09/, konsultiert am 06.12.2022.