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KernFamilie

Basler Ratsgeschlecht. Stammvater war der Küfer Elias (1625-1717) aus Ottensheim bei Linz, der 1650 das Basler Bürgerrecht erwarb und 1676 in den Gr. Rat eintrat. Bis in die 2. Hälfte des 18. Jh. waren die K. v.a. als Küfer und Bäcker tätig. Der Weissbeck Johann Philipp (1683-1769), ein Enkel des Elias, wurde 1723 als Erster der Fam. Mitglied des Kl. Rats und 1753 Dreizehnerherr. Vom ausgehenden 18. bis ins frühe 20. Jh. wirkten mehrere Mitglieder der Fam. als Seidenbandfabrikanten. 1797 wurde Johann Jacob (1752-1831) Teilhaber der Seiden- und Florettfabrik seines Schwiegervaters Bernhard Faesch, in die später auch sein jüngster Sohn Emanuel (1795-1836) eintrat. Bedeutender als die Firma Faesch & Kern war das Unternehmen Burckhardt & Kern, das 1836 von Elias (1795-1871) und Johannes Burckhardt-Roth gegründet wurde. Ab 1842 führte Elias das Bandgeschäft zusammen mit seinem Sohn Nikolaus Friedrich (->) unter dem Namen Kern & Sohn weiter. 1844 bzw. 1851 traten auch seine beiden jüngeren Söhne August (1820-1908) und Eduard (1827-79) als Teilhaber in die Firma ein. Nach 1845 wurde die Produktion allmählich in die Umgebung von Säckingen verlagert. 1899 ging das seit 1892 unter dem Namen Kern Sohn & Cie. geführte Unternehmen, welches nun von August, dessen Söhnen Emil A. (1851-1910) und Alfons (1854-1918) sowie von Nikolaus Friedrichs Sohn Friedrich (1846-1937) geleitet wurde, in der neu gegr. Gesellschaft für Bandfabrikation mit Sitz in Basel auf. Einige Mitglieder der Fam. bekleideten auch öffentl. Ämter. Der Bandfabrikant Elias gehörte 1833-47 dem Kl. Rat und 1848-65 dem Kl. Stadtrat an, sein Sohn Nikolaus Friedrich war Mitglied des Gr. Rats und wurde 1857 eidg. Oberst.

Quellen und Literatur

  • A. Kern, Chronik der Familie K. in Basel, 1908
  • Schweiz. Geschlechterbuch 2, 265-275
  • E. Gruner, C. Gruner, Deszendenztafel von Eduard K., 1982