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Bäldi

Im 16. und frühen 17. Jahrhundert einflussreiches, zahlenmässig unbedeutendes, reformiertes Glarner Häuptergeschlecht unbekannten Ursprungs, in Glarus verbürgert. Erster namhafter Vertreter ist Fridolin (->). Das Amt eines Glarner Landammanns erreichten Joachim (->) und Michael (->). Mehrere Träger des Namens standen als Offiziere in fremden Diensten. Daniel (1649), Offizier in venezianischen und französischen Diensten, wurde 1613 Bürger von Zürich. Mit dem Buchbinder Johann Christoph (1768) starb das Geschlecht aus. Die Bäldi standen mit führenden reformierten und katholischen Glarner Familien (Elmer, Freuler, Hässi, Tschudi) sowie mit der politischen Elite der reformierten eidgenössischen Stände in verwandtschaftlichen Verbindungen.

Quellen und Literatur

  • I. Tschudi-Schümperlin, J. Winteler, Wappenbuch des Landes Glarus, 21977, 20

Zitiervorschlag

Veronika Feller-Vest: "Bäldi", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.12.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021026/2001-12-27/, konsultiert am 22.04.2024.