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Leuzinger

Glarner Geschlecht, dessen Name auf den Weiler Leuzingen in Netstal, wo der Stammsitz der L. lag, zurückzuführen ist. Im 14. Jh. werden zwei L. als Bürgen für Säckingen erwähnt. Die L. sind noch heute zahlreich in Netstal vertreten (lange Zeit das zahlreichste Geschlecht). Sie bekleideten versch. Gemeindeämter, waren meist Mitglieder des Rats und übten eher untergeordnete kant. Ämter aus. Ab dem 16. Jh. sind sie auch in Glarus ansässig, im 16. Jh. kauften sie das Bürgerrecht von Mollis. Die L. waren Bauern, Alpbesitzer, Wirte, in Glarus Handwerker und Fabrikarbeiter, in Netstal auch Fabrikindustrielle (Johann Jacob ->). Aus dieser Gem. stammte auch Rudolf (->), der als Kartograf und Lithograf internat. Bedeutung erlangte. Von den L. aus Glarus sind Peter, Leiter des Spielberg'schen Instituts und erster Rektor der Höheren Stadtschule, sowie der Architekt Hans (->) zu nennen.

Quellen und Literatur

  • I. Tschudi-Schümperlin, J. Winteler, Wappenbuch des Landes Glarus, 1937 (21977), 52
  • F. Stucki, 50 alte Glarner Fam., 1989, 52 f.