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Netstaler

Angesehenes Geschlecht in Netstal und Zürich, im 16. bzw. im 15. Jh. ausgestorben. 1289 erstmals erwähnt, als her Uolrich von Netstal Bürge in einem Schuldbrief der Landleute von Glarus war. Wilhelm gehörte 1372 zu den zwölf Richtern des Tals. Nach Aegidius Tschudi galt Landammann Matthias (->) als reichster Eidgenosse seiner Zeit. Sein Sohn Rudolf, Ratsherr, Tagsatzungsbote und 1439 Landvogt in Baden, fiel 1444 bei St. Jakob an der Birs. Ratsherr Konrad vermittelte 1453 zwischen den Gf. von Werdenberg und süddt. Reichsstädten. Peter kämpfte 1468 bei Mülhausen. Die N. waren mit namhaften Fam. wie den Mülner, Reding, Tschudi, von Silenen und von Moos verschwägert. In Zürich gehörten sie im 14. und 15. Jh. dem Rat an.

Quellen und Literatur

  • A. Tschudi, Chronicon Helveticum, Tl. 10, bearb. von B. Stettler, 1994, 320, Anm. 129
  • P. und H. Thürer, Gesch. der Gem. Netstal, 1963, 64-66, 197 f.
  • I. Tschudi-Schümperlin, J. Winteler, Wappenbuch des Landes Glarus, 1937 (21970), 60
  • R. Kamm, Glarus zwischen Habsburg und Zürich, 2010